Über uns

Sabine Kutschick

Mein Lebensmotto:

Ich kann die Welt nicht retten,
aber ich kann sie jeden Tag ein Stück besser machen.

Schon als kleines Kind sammelte ich alle hilfsbedürftigen Tiere ein und versuchte sie zu retten, sehr zur „Freude“ meiner Eltern.
Als ich eines Tages, tief getroffen, mit ansehen musste, wie eine Stockenten-Mami erschlagen wurde, nahm ich ihre Jungen an mich, steckte die Küken in meinem Pullover und brachte die Kleinen nach langer Suche bei einer Hühnerzüchterin gut unter.  
Ich war so stolz auf mich, als die Küken eines Tages wieder an unserem See freigelassen werden konnten.
Im Teenageralter verbrachte ich dann jede freie Minute im Tierheim um dort auszuhelfen und die Tiere mit Liebe zu überschütten.
Doch auch da fiel mir auf, dass Wildtiere keine Lobby haben.
Als ich dann ein verletztes Hasenbaby fand, musste ich hilflos zusehen wie es verstarb, weil keiner dem kleinen Mümmelmann helfen wollte.
Ein sehr einschneidender und trauriger Moment.
Bei dem nächsten verletzten Wildtier, ein Kernbeißer den ich Pauly nannte, war dann für mich sofort klar, dass ich dieses wunderschöne Tier im Alleingang retten musste. Also nahm ich Kontakt mit Auffangstationen in ganz Deutschland auf, ließ mich leiten  und recherchierte in Büchern. Ich pflegte den Kleinen wieder gesund und konnte ihn nach drei Wochen wieder in die Freiheit entlassen.
So wurde Pauly der erste auf einer sehr langen Liste von geretteten Wildtieren.
Denn, was in einem kleinen überschaubaren Rahmen mit 20-30 Tieren im Jahr anfing, gipfelte im Hochwasserjahr 2013  in 167 Tieren. Eine Anzahl, die kaum zu schaffen war.
Jedes Tier das bei mir ankommt, erhält meine ganze Aufmerksamkeit und die beste Hilfe und Fürsorge die ich geben kann. Ob es nun die nächtlichen Fütterungen sind, das stundenlange herumtragen von verwaisten Eichhörnchenbabys oder das informieren über eventuell bleibende Schäden und neue Behandlungsmethoden. Alles wird mit viel Herzblut angegangen.

Dieses Gefühl, einem Tier das Leben gerettet zu haben, und nun zu sehen wie es zurück in die Natur darf, bereitet mir bei der Auswilderung, auch nach über 15 Jahren jedes Mal wieder Gänsehaut und ist der schönste Teil an der Arbeit mit Wildtieren.


Dr.Katharina Heuberger

Franz von Assisi (1181-1226)
Gott wünscht, daß wir den Tieren beistehen sollen, allemal, wenn es Not tut. Ein
jedes Wesen in Bedrängnis hat das gleiche Recht auf Schutz.

Christian Wagner (1835-1918)
Werden Tiere Dir am Weg begegnen, heb die Hände auf um sie zu segnen.
Findest Du am Weg ein hilfloses Wesen, nimm ́s in Pflege, bis es ist genesen.
Speise sollst Du immer bei Dir haben, Schmachtende und Hungernde zu laben.
Keine Mühe sollst Du jemals scheuen, Vögel, die gefangen, zu befreien, keine
Kosten auf dem Markt zu wandeln, Junge zu den Müttern zurückzuhandeln

Ich war schon als kleines Kind vor allem für Tiere zu begeistern und hatte das Glück neben unglaublich geduldigen Eltern, die jede meiner Flausen unterstützt haben, mit Tierarztgroßeltern in einer ländlichen Gemischtpraxis aufzuwachsen, wo ich jede freie Minute auf Praxisfahrten verbringen konnte, und so war schon sehr früh klar, daß die Veterinärmedizin meine Zukunft werden sollte.
Als dann endlich das Studium hinter mir lag, haben mein Mann und ich uns 2012 aus München aufgemacht um in Niederbayern eine kleine Spezialpraxis für Reptilien, Amphibien und Fische zu eröffnen.
Schon bald kamen auch die ersten Wildtieranfragen, und da ich es auch von Zuhause schon so kannte und mir immer gewünscht hatte auch auf dieser Ebene arbeiten zu können, haben wir unser Spektrum mit viel Literatur und Begeisterung erweitert.
Inzwischen liegen nun schon 15 Jahre Praxisarbeit, von Anfang an eben auch mit Wildtieren, hinter uns, und es gibt viele Erfolgsgeschichten von gesund ausgewilderten Wildtieren, aber eben auch viele traurige Erinnerungen von schweren Verletzungen, die keine Heilung mehr ermöglichten. 
In der Berufsordnung der Tierärzte steht, daß der Tierarzt der berufene Schützer der Tiere ist, was eben auch und vielleicht sogar am allermeisten für Wildtiere gilt, die keine so starke Lobby haben und um so mehr unsere Unterstützung brauchen, wo wir ihren Lebensraum so bedrängen und in den meisten Fällen für ihre Hilfsbedürftigkeit verantwortlich sind – leider sind hier viele Kollegen anderer Ansicht und verweigern zT sogar akut verletzten Tieren eine Erstversorgung, was hoch bedauerlich ist.


Share by: